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Freitagabend: Amoklauf an der BBS – eine Übung

09.11.2019

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW im Einsatz / Kiesberg abgeriegelt / Amok- und Terror-Handlungsempfehlungen geprobt
VON BIRGIT SCHNEIDER
HOLZMINDEN. Was für eine Horrormeldung: Ein Amokläufer, der auf dem Kiesberg mit seinem Wagen in eine Menschengruppe fährt, dann mit Machete, Axt, Schusswaffe und zu Bomben umfunktionierten Gasflaschen in die Georg-von-Langen-Schule stürmt, Schüler als Geiseln nimmt. Zwei Tote, viele Verletzte. Und dazu die Gefahr, dass alles in die Luft fliegt. Das ist das Szenario einer Großübung am Freitagabend. Unter der Federführung der Polizei sind auch Feuerwehr, Rettungsdienst (mit Johannitern, DLRG, DRK) und THW im Einsatz. Der Grund für diese Übung: Der Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Auch in Holzminden wollen, müssen die Einsatzkräfte, die mit den Sicherheitsaufgaben betraut sind, vorbereitet sein. Die Antwort gebensieamFreitagabend. EngeZusammenarbeit
Mit der Terrorgefahr konfrontiert, haben sich die Sicherheitsbehörden in Holzminden und Hameln zusammengesetzt und die Frage gestellt, wie können, müssen die Einsatzkräfte zusammenarbeiten, wenn zum einen die Bedrohung durch Sprengstoff und Waffen noch besteht, andererseits aber Verletzten schnellstmöglich geholfen werden muss. Am Breitscheidplatz in Berlin waren viele, die nicht Polizei waren, anderGefahrenstelle... In Holzminden und Hameln führte das zu einer engen Zusammenarbeit derer, die mit der Sicherheit der Menschen
hier betraut sind. Sie haben in den vergangenen Monaten Handlungsempfehlungen erarbeitet für Amok- und Terrorlagen. Und diese Handlungsempfehlungen werden am Freitagabend in die Tat umgesetzt, um die Frage zu beantworten: Was funktioniert, wo mussnachjustiertwerden. Erste Regel für all die, die an diesem Abend im Einsatz sind: Das Sagen hat die Polizei. Die Einsatzkräfte aus Holzminden, Höxter und Hameln sind die ersten vor Ort. Sie legen ihre Dienstwaffen ab, tauschen sie mit Übungswaffen. Durchsuchen und sichern das Schulgebäude. Fordern Sprengstoffexperten an. Suchen einen sicheren Weg nach draußen. Und sie führen auch in einer Crashrettung die „Verletzten“ aus der Schule, die an einer Sammelstelle – an diesem Abend im strömenden Regen die Bushaltestelle vor der Schule – vom Rettungsdienst übernommen werden. Hier ist wichtig: Wer ist am schwersten verletzt, wer benötigt am dringendsten Hilfe. Und: Alle Verletzten müssen registriert werden. Schließlich die Feuerwehr. Auch sie werden aus dem Feierabend gerissen bei dieser Alarmübung. Sie müssen zwei „Tote“ bergen. Dummys unter dem Fahrzeug, mit dem der Täter seine Amokfahrtbegonnenhat. Die ganze Großübung wird von Ausbildern und Übungsbeobachterngenaubeäugt.Es wird notiert, was gut und was verbesserungswürdig ist. In der nächsten Woche werden sie die Übung dann analysieren. Und die Ergebnisse in die Handlungsempfehlungen aufnehmen

 
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