Projekte für nachhaltige Schülerfirmen
Zwei intensive Tage voller Treffen, Austausch und Projektarbeit prägten die Fokusgruppe des Genuss-Netzwerks, die am 2. und 3. Oktober 2025 in Pavia stattfand, im Rahmen der von der Industrie- und Handelskammer Pavia, Cremona und Mantova veranstalteten Veranstaltung mit dem Titel: „Präsentation des Modells zur Gründung nachhaltiger Schülerfirmen“.
Die Initiative brachte Schulleiter, Schüler und Vertreter der Institutionen zusammen, mit dem Ziel, Modelle für nachhaltiges Unternehmertum von Jugendlichen vorzustellen und neue Möglichkeiten für die berufliche Ausbildung zu eröffnen. Zu den wichtigsten Momenten gehörte die Präsentation des deutschen Modells durch Martin Häussler, Lehrer an der „Georg von Langen Schule“ in Holzminden und regionaler Koordinator für nachhaltige Schülerfirmen in Niedersachsen, sowie Andreas Hölzchen, Schulleiter, die die erfolgreichen Erfahrungen der Nachhaltigen Schülerfirmen (NASch – Nachhaltige Schülerfirmen) vorstellten. Das Genuss-Netzwerk wurde im Rahmen des Projekts ConnActions, koordiniert von AHK Italien, präsentiert, zusammen mit der Ankündigung des ersten Pilotprojekts zwischen der „Schülerfirma 13“ der „BBS2“ in Wolfsburg und dem „ODPF Istituto Santachiara“ in Voghera und Stradella. Am Vormittag erläuterte Herr Dr. Manna vom Ministerium für Bildung und Leistung die italienischen Erfahrungen mit Schulfirmen an technischen Schulen und betonte, wie diese Einrichtungen eine konkrete Brücke zwischen Ausbildung und Arbeitswelt darstellen.
Die Fokusgruppe setzte sich anschließend mit einem gemeinsamen Workshop fort, der drei bilaterale Arbeitsgruppen des Netzwerks Genuss einbezog:
„Schülerfirma 13“ der „BBS2“ in Wolfsburg und „ODPF Santachiara“,
„Berufsfachschule APolf“ und „Ausbildungszentrum ENAIP“ sowie „Walter Gropius Schule“ in Hildesheim,
„Agrarschule Gallini“ und die „Schülerfirma der IGS List“ in Langenhagen.
Die Teams teilten Erfahrungen, Ideen und Werkzeuge, um drei Pilotprojekte für bilaterale Schülerfirmen zu entwickeln, mit dem Ziel, eine gemeinsame rechtliche Grundlage zu finden, die diese Bildungserfahrungen aufwertet. Häussler und Hölzchen gaben operative Hinweise auf Basis der Erfahrungen der deutschen NASch-Netzwerke.
Nicht fehlen durften Besuche der Bildungseinrichtungen vor Ort, darunter die Agrarschule „Gallini“, die Aktivitäten im Bereich Landwirtschaft und nachhaltige Innovation präsentierte, sowie der Besuch der Herbstmesse „Autunno Pavese“, organisiert von der Industrie- und Handelskammer mit Ständen lokaler Produzenten. Große Wertschätzung fand auch das Mittagessen in den Ausbildungszentren „Santachiara“ in Stradella und „APolf in Pavia“, wo die Schüler die Gerichte zubereiteten und servierten, wodurch ihr Engagement und die Qualität der lokalen Produkte sichtbar wurden.
Die Veranstaltung bestätigte den Wert der Zusammenarbeit zwischen italienischen und deutschen Schulen und die zentrale Rolle nachhaltiger Schülerfirmen als Instrumente für Wachstum, Innovation und berufliche Ausbildung.
Bild zur Meldung: Focusgruppe in Pavia